Kirchenwochen
Zur Geschichte der Kirchenwochenarbeit Die Anfänge......der Kirchenwochenarbeit gehen zurück in die DDR-Zeit. In See, einer kleinen Gemeinde der "Evangelischen Kirche des Görlitzer Kirchengebietes", fand 1974 die erste Kirchenwoche statt. Der Gedanke kam bei einem Treffen von kirchlichen Jugendmitarbeitern auf. Wertvolle Anstöße gab der holländische Missionar Frans Schadee, der die Kirchenwochen inhaltlich und geistlich entscheidend mitprägte, wie auch später William Lerrick, Filippo Pace und Paul Toaspern. So trafen sich im Sommer 1974 in See 70 junge Christen verschiedener Konfessionen. Evangelisation, biblische Unterweisung, gemeinsamer Lobpreis, Seelsorge- und Segnungsangebote, Einladung zum Gebrauch der neutestamentlichen Geistesgaben und Gemeinschaft über die eigene Gemeinde- und Konfessionsgrenze hinaus - es war für die Ortsgemeinde und ihre Gäste ein gottgewirktes Erneuerungsgeschehen. Viele Gäste brachten im darauf folgenden Jahr Freunde oder Bekannte mit. Sommer für Sommer kamen bis zu 350 junge Leute - viel mehr, als die kleine Dorfkirche von See eigentlich fassen konnte. Eine Besonderheit dieser Arbeit war, daß Laien durch die Amtsträger ermutigt wurden, sich im Sinne des "allgemeinen Priestertums" von Gott gebrauchen zu lassen. Referenten aus dem In- und Ausland gaben den Kirchenwochen eine besondere Weite im "engen Erlebnisalltag" der damaligen DDR. Ausweitung
Johannes Hartmann, der damalige Pfarrer, fragte befreundete Pfarrbrüder um Entlastung an - so begannen auch in Mohlsdorf/Thüringen, in Kroppen und in Reichenbach (OL) Kirchenwochen. Multiplikation
Mit der Kirchenwoche Reichenbach wurden durch die ehrenamtlichen Mitarbeiter erste Schulungsangebote für neue Mitarbeiter initiiert. Erste Wochenendseminare für Kindermitarbeiter, Lobpreisseminare, Seminare für kreative Arbeit, Eheseminare und Seminare für Pastoren und geistliche Leiter (Vollmacht zum Dienst), Glaubensgrundkurse und diverse andere Seminare folgten, um Mitarbeiter für den Dienst in Kirchenwochen und den Ortsgemeinden zuzurüsten. In dieser Zeit erfuhr die Arbeit wesentliche geistliche und praktische Unterstützung durch den CHD Baden-Baden und die Evangelische Gemeinde Rosendaal aus den Niederlanden, durch Mitarbeiter von "Jugend mit einer Mission" und "Neues Leben für Familien" und v.a.m. Weitere Gemeinden sprachen Einladungen für Kirchenwochen aus und kamen Mitte der Achtziger Jahre dazu. Ende der Achtziger Jahre gab es bis zu 20 Kirchenwochen, mit unterschiedlichen Ausrichtungen, wie zum Beispiel Kirchenwochen für Jugendliche, für Familien, missionarische und Aufbaukirchenwochen. Strukturelle Untersetzung
Mit dieser wachstümlichen Entwicklung ging die Suche nach Anstellungsmöglichkeiten für Mitarbeiter und die Einrichtung eines zentralen Büros einher. Am Anfang gab es nur ein Büro in der engen Neubauwohnung eines Mitarbeiters, das bald aus allen Nähten platzte. So kam es zur Vereinsgründung im Frühjahr 1990 und zur Anmietung einer Wohnung in der Goschwitzstraße. Nach der Wende stellten wir den Antrag auf Übernahme des Hauses, das wir auf wundersame Weise erwerben und ausbauen konnten. Weitere Entwicklung
Nach einer Hoch-Zeit der Kirchenwochen bis etwa 1994 setzte eine rückläufige Bewegung ein, deren Ursachen durchaus vielfältig sind. In den meisten Kirchenwochengemeinden kam die Arbeit mit einem Pfarrerwechsel an ihr Ende. Heute gibt es nur noch zwei Kirchenwochen. Parallel zum Rückgang der Kirchenwochen entwickelte sich eine Rüstzeit-Arbeit, die zuerst für Teenager, heute für alle Altersgruppen von Kindern bis Erwachsene Angebote hat. In den letzten Jahren hatten wir jährlich bis zu 35 Wochenveranstaltungen. Nach wie vor sind wir gemeinsam mit vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern unterwegs im Land, um Einzelnen und Gemeinden im Sinne geistlicher Erneuerung zu dienen. Für 2012 ist geplant: in Sohland/ Spree - Termin: 04.8.-12.08.2012
Infos und Anmeldung:
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